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Willkommen in unserer Familie

Niverplast | Gerrit-Jan Nieuwenhuis

Ich erzähle immer, wer wir sind. Fast nie geht es darum, was wir tun. Der Grund dafür ist einfach: Ich finde Menschen besser als Maschinen.

Bei Niverplast gibt es keine Management-Ebene, Führungskräfte oder Gruppenleitende. Es gibt keine Hierarchie. Wir begegnen uns auf Augenhöhe. Und wir schätzen jeden Beitrag. Das klingt abenteuerlich? Vielleicht ein bisschen. Andererseits hat der Ansatz eine lange Geschichte. Es ist der Ansatz von Jesus. Er ist meine größte Inspirationsquelle. Ich habe mich viel mit Jesus beschäftigt und versuche, seine Lehren tagtäglich anzuwenden. Er ermutigte Menschen zum Handeln – trotz des Wissens, dass Dinge schiefgehen können. Aber es kümmerte ihn nicht. Denn nur so kann man Großartiges erreichen.

Ricardo Semler auf meiner Seite

Jahrelang wurde ich von Leuten kritisiert, die der Meinung waren, dass ein großes Unternehmen wie Niverplast eine Management-Ebene benötige. Doch ich habe nicht einen Moment lang an Niverplasts Organisation gezweifelt. Und ich hatte Ricardo Semler auf meiner Seite. Sein Modell, das Semco System, wurde in einem Unternehmen mit 5.000 Beschäftigten erfunden. Fünftausend! Als ich sein Buch las, dachte ich nur: „Endlich habe ich jemanden gefunden, der den Beweis dafür liefert, dass Menschen keinen Boss brauchen.“ Aber man muss auch wirklich daran glauben – Geld darf nicht die Motivation sein. Wenn man nur auf seinen eigenen Vorteil aus ist, lässt man es lieber ganz. Wenn man aber die Welt etwas besser machen möchte, sollte man es unbedingt tun!

„Wir begegnen uns auf Augenhöhe. Und wir schätzen jeden Beitrag.“

Willkommen in der Niverplast-Familie

Funfact: Es war nie mein Ziel, ein Unternehmen mit vielen Beschäftigten zu haben. Ich habe sogar gedacht, dass unsere tolle Unternehmenskultur einzig von unserer kleinen Größe herrührt. Lange Zeit war ich der Einzige, der nicht wachsen wollte. Aber wir wuchsen – und das erheblich – und unsere Kultur hat sich nicht verändert. Vielleicht haben wir dabei etwas an jugendlicher Frische verloren. Aber wir haben dafür an Weisheit und Reife gewonnen. Ich weiß jetzt, dass man Kultur nicht besitzen kann – man muss sie verbreiten. Ich bin mir sicher, dass wir selbst mit 500 Beschäftigten immer noch die gleiche Niverplast-Familie wären. Und wenn wir uns weiterhin wie eine Familie – in der man sich umeinander kümmert – verhalten, bin ich ein sehr glücklicher und stolzer Mann.

Artikel verfasst von Gerrit Jan Nieuwenhuis

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