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Arjans Geschichte

Maschinenbauer bei Tag, Tenor bei Nacht

Passie dr bie | Arjan

Arjans Geschichte

Maschinenbauer bei Tag, Tenor bei Nacht

Arjan arbeitet seit 12,5 Jahren bei Niverplast. Ein Maschinenbauer, auf den man sich verlassen kann. Aber wer denkt, dass er in seiner Freizeit dasselbe macht, liegt falsch: Er singt. Ernsthaft. In einem Chor. Mit mehrstimmigem Gesang, Konzerten – dem ganzen Programm.

Tagsüber Technik. Nach Feierabend Tonhöhe. So läuft das bei Arjan.

Es begann auf einer Geburtstagsfeier

Sein Einstieg bei Niverplast war nicht geplant. „Ich habe GJ auf einer Geburtstagsfeier getroffen. Ich war in meinem damaligen Job unzufrieden. Er sagte: ‘Warum kommst du nicht zu uns?’ Also bin ich mal vorbeigekommen. Als ich all die Kabel aus dem Schaltschrank sah, dachte ich nur: Das kann ich nicht. Ich komme schließlich aus dem Bau.“

Aber der Gedanke ließ ihn nicht los. „Ein halbes Jahr später habe ich es trotzdem versucht – mit schwitzigen Händen. Aber man lernt es mit der Zeit. Durchs Machen, nicht durchs ständige Erklären.“

Festgefahren? Nicht bei uns

Arjan arbeitete jahrelang an der CombiPlast und ist jetzt bei den Seal-Maschinen tätig. Kein Zufall. „Wir wollen hier nicht, dass jemand ewig an derselben Aufgabe klebt. Man wird breit ausgebildet. Das bringt dich weiter und hält die Arbeit spannend. Stillstand ist nichts für uns. Wenn etwas klemmt, lösen wir es – im wörtlichen und übertragenen Sinne.“

Miteinander klingt besser

Nach der Arbeit ist Arjan Tenor beim Rijssens Männerchor. Er probt, singt Stimmen, bereitet sich auf Auftritte vor. „Man lernt dort viel, was auch im Arbeitsalltag wichtig ist: aufeinander hören, aufmerksam sein, gemeinsam etwas auf die Beine stellen.“

Seine Lieblingsstücke? Nachtgesang im Walde („ziemlich anspruchsvoll, aber wenn’s klappt, wunderschön“) und Cantique de Noël, ein Klassiker, der jedes Jahr berührt.

Mit dem Chor trat er bereits im Musikverein in Wien und vor dem Europäischen Parlament in der Kathedrale Notre Dame in Straßburg auf. „Auf Einladung von Annie Schreijer-Pierik, unserer Schirmherrin. Das vergisst man nicht so schnell. Und bei Niverplast bekommt man dafür die Freiheit. Das ist Gold wert.“

Kein Drama

Was schätzt Arjan an Niverplast besonders? „Kein Theater. Keine endlosen Meetings. Wenn etwas nicht läuft, spricht man darüber. Ältere Kollegen halten die Stimmung klar, Jüngere wachsen da automatisch rein. Wir arbeiten mit Buddys, aber die echte Kultur zeigt sich im Miteinander. Kein Drama. Einfach lösen und weitermachen.“

Ein Ort, an dem Leben ist

Das Team Seal mag’s nicht grau und langweilig. Draußen wachsen Tomaten, Zucchini und Auberginen in selbstgebauten Palettenkisten. Drinnen, auf der Empore, gedeihen Zimmerpflanzen – besser gepflegt als so manches Haustier. Auch das machen sie gemeinsam. „Zehn Minuten gießen, bisschen quatschen, und dann weiter.“

So entsteht ein Raum, in dem gelebt wird. „Wir kümmern uns nicht nur um Maschinen, sondern auch umeinander. Und um die eine Pflanze, die ein bisschen mehr Liebe braucht.“

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